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4. Kulturführung
4.1. Substrat
- Fertigsubstrat mit 10 bis 20 % Tonanteil
Substratverdichtung im Topf vermeiden!
- Betriebseigene Erde
Mischen:
1/4 Landerde, 3/4 grober Torf, Depotdünger (Osmocote, Plantosan), PH 6,0 - 6,5
- Allgemeine Hinweise:
- an relativ dunklen Tagen die Bodentemperatur nicht zu stark anheben, damit die
Nährstoff- versorgung nicht zu sehr beschleunigt wird.
- ungeeignet ist ein Kultursubstrat mit zu hohem Schwarztorfanteil, weil ein ungünstiges
Boden/ Luft-Verhältnis Pythiumbefall begünstigt
- das Substrat selbst hat keinen Einfluß auf die Anfälligkeit der Pelargonien gegenüber XCP.
Dies wurde versuchsweise mit 7 verschiedenen Industrieerden überprüft.
Merke:
Industriell hergestellte Fertigerden mit Depotdünger bieten die besten Voraussetzungen
für eine erfolgreiche Pelargonienkultur!
4.2. Düngung
Neben hygienischen und kulturtechnischen Maßnahmen beeinflußt der Gesundheitszustand
der Pflanzen ihre Anfälligkeit gegenüber XCP-Infektionen. Die Gesundheit ist in hohem Maße
von einer ausgewogenen Ernährung abhängig. Eine unausge- wogene Düngung begünstigt
die XCP-Krankheitsentwicklung, z.B.:
- Unter- bzw. Überversorgung mit Nährstoffen;
einseitig hohe N- und P-Versorgung; zu niedriges N- und Ca-Angebot.
- einer K- und Ca-betonten, jedoch P-armen Düngung wird eine bakteriosehemmende Wirkung zugeschrieben!
Empfehlungen:
- Nach dem Durchwurzeln regelmäßig düngen mit einem Volldünger (2 - 3 g/l),
z.B. Mannalin B, Flory 1, später Flory 2.
- Besser häufiger mit geringer Konzentration düngen, den Lichtverhältnissen angepaßt.
4.3. Temperaturführung
Die gefürchtete XCP-Welke bricht meistens im Frühjahr - bei steigenden Temperaturen - aus.
Besonders häufig tritt die Krankheit auf in Beständen, die während des Winters sehr kühl
(um 10 °C) gehalten wurden.
Ursache:
- optimaler Temperaturbereich für Pelargonien:
15 - 18 °C
- optimaler Temperaturbereich für XCP:
25 - 27 °C.
XCP-Bakterien, die den ganzen Winter latent (d.h. ohne erkennbare Symptome) in den
Pflanzen vorhanden waren, beginnen sich bei steigenden - und damit für sie günstigen
Temperaturen - immer schneller zu vermehren. Pflanzen, die während des Winters unter
ihrem Temperaturoptimum gehalten wurden, sind geschwächt. Damit sind die Bedingungen
für einen schnellen Ausbruch der Bakteriose gegeben.
- Überwinterung der Pelargonien bei nur 10 °C unterdrückt nicht die XCP-Welke - im Gegenteil!
Empfehlungen:
- bei 15 - 18 °C kultivieren (Bestände aus der Herbstvermehrung, die bei 5 - 6 °C geführt
werden, müssen "knochentrocken" kultiviert werden)
- vor allem im Winter diese Temperaturen auch im Substrat halten
- viel lüften
- im Sommer etwas schattieren.
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